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Koans

Als Meditationsobjekt bietet sich neben dem Atem speziell im Zen auch ein Koan an.

Koans handeln meist von Begebenheiten oder Aussprüchen aus alter Zeit, die meist in verwirrender Ausdrucksweise formuliert sind.
Im Dokusan bekommt der Schüler die Aufgabe, solch ein unlogisches Rätsel zu lösen.

Ein Beispiel:
Du kennst den Ton von zwei klatschenden Händen.
Was ist der Ton der einen Hand ?

Mit dem Denken lässt sich diese Frage nicht erschließen. Was soll das also ?
Einerseits fördert die Beschäftigung mit dem Koan die Intuition und andererseits ermöglicht es dem Zenschüler, die Denk-Ebene, also das ständige rationale Überlegen hinter sich zu lassen.
Das erscheint zunächst etwas befremdlich oder verwirrend, sind wir es doch gewohnt alles zu überlegen, uns Gedanken zu machen und dann in Worte zu kleiden.
Mit Hilfe eines Koans verlassen wir diese Ebene und werfen direkt einen Blick auf die Wirklichkeit, genauso wie beim Atembetrachten. Der Schüler versucht eins mit dem Koan zu werden und dem Meister im Dokusan seine eigene Lösung spontan zu demonstrieren.
Die Beschäftigung mit einem Koan als Meditationsobjekt beginnt ein Zenschüler traditionell erst, wenn er etwas geschult im Meditieren, also im Zazen ist.

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